Von Hubert Jungwirth Über alte Tiroler Briefe Ein Beitrag zur Tiroler Postgeschichte zwischen 1500 und 1850 Die alten Tiroler Briefe sind so vielfältig und können so unerschöpflich viel erzählen, dass sie ihren Reiz für die Sammelleidenschaft nie verlieren. Sie bestehen aus ungezählten Unikaten und ermöglichen nicht nur immer wieder neue philatelistische Funde und Entdeckungen sondern zwingt auch zu ständiger allgemein historischer Vertiefung. Gemessen an der Reichhaltigkeit dieses Erbes ist die Wertschätzung gering. Aus diesem Grund habe ich versucht, in knapper Form die wesentlichen Grundlagen über die alten Tiroler Briefe zusammen zu fassen und, einer Vorlage ähnlich, mit Beispielen zu illustrieren. Am wichtigsten war es mir, einfache Belege zu erklären, um die Scheu vor diesem Sammelgebiet zu nehmen, dafür zu werben und einen allgemeinen Überblick zu geben. Die Bearbeitung von Spezialgebieten bleibt anderen Publikationen vorbehalten. Dienlich erschien mir auch, die Zusammenfassung grundlegender Daten wie die Gebührenordnungen oder eine ergänzte Liste der Tiroler Ortstempel. Darüber hinaus habe ich auch Bestimmungstabellen für die häufigsten Arten von Belegen für notwendig erachtet, um auf ihre vielfältigen Elemente hinzuweisen und ihre ganzheitliche Erfassung zu erleichtern. Schließlich habe ich ein Punktesystem für die Ermittlung von Richtpreisen in € eingebaut - ein besonders gewagtes Unterfangen. Andererseits werden noch so mangelhafte Katalogisierungen von den Sammlern gern als Orientierungshilfe genutzt und dienen dadurch der Beliebtheit des Sammelgebietes. Dieses Heft mag manches enthalten, das auch für die alten Briefe anderer Bundesländer gilt. Auch die Tabellen zur ganzheitlichen Bestimmung von Belegen dürften hilfreich sein. Die Ermittlung der Richtpreise hingegen ist so sehr auf Tirol zugeschnitten, dass sie sich für Belege anderer Bundesländer nur sehr bedingt eignen dürfte. Ohne hilfreiche Unterstützung verschiedenster Art wäre diese Arbeit nicht möglich gewesen. Besonderen Dank schulde ich Markus Falch und Peter Zoller von der Tyrol-Phila, Kurt Klieber, Dr. Günter Weis und Mag. Klaus Schöpfer. 72 Seiten, mit zahlreichen farbigen Abbildungen. Erschienen 2002. € 10.- plus Porto |