Neues aus der Jugendarbeit bei Merkur Innsbruck Mit der Teilnahme an der ersten Runde des Austria-Junior-Cups in Gmunden und dem mehr oder weniger belächelten Auftritt dort mit meinen zwei Schützlingen Franziska und Marco musste ich zur Kenntnis nehmen, dass die Jugendgruppe Steinach sich auflöste. Franziska und Lukas hatten schon ein Alter erreicht, mit dem man sich inter-essanteren Dingen zuwendet, und Marco allein wollte auch nicht mehr. Ich unternahm 2008 zwar noch einen verzweifelten Versuch, über die VS Steinach neue Jungsammler anzuwerben, jedoch umsonst. Auch die Briefmarkenrallye im Rahmen des Steinacher Ferienzuges brachte keine Neuzugänge. Also konzentrierte ich meine Bemühungen in der Folge auf Innsbruck. Da war es aber ähnlich – Gabriel und Julia, beide schon 13, ließen mich ebenfalls wissen, dass nun Sport und Tanz und nicht mehr Sammellust gefragt sind. Anna wäre nun allein gewesen, und das wollte sie auch nicht. Was nun? Ja, so blieb uns also nur Christoph, der feine, stets hilfsbereite Bursch. Er besuchte uns fleißig mittwochs und wir fertigten unsere ersten Ausstellungs- blätter für die Klub-meisterschaft 2009. Mit seinen Tieren erreichte er auf Anhieb den 2. Platz und so war er voll motiviert, etwas Neues zu machen. Bald war er so weit, sich an das neue Projekt „50 Jahre Gorch Fock“ zu wagen, zumal er selbst viel Material zu diesem Thema über SOS-Kinderdorf bekommen hatte. Aber auch von Sammlerkollegen aus Nah und Fern erhielten wir interessante Beiträge, wofür wir uns herzlich bedanken. Doch nebenbei dachten wir immer an eine Aktion, um in Hötting-West mehr Kinder für unser schönes Hobby zu interessieren. Schon 2008 hatte ich ja beim dortigen Sommerfest mit Franziska einen Stand eingerichtet und auch eine Briefmarkenrallye angeboten. Leider wieder alles ohne Erfolg. Daher wandte ich mich direkt an die Direktion der VS Hötting-West mit der Bitte, einige Klassen besuchen zu dürfen und den Kindern unser Hobby näher zu bringen. Frau Direktor Staudt war sehr entgegen kommend und im Frühjahr 2010 durfte ich die Aktion nach Rücksprache mit dem Schulinspektor in 4 Klassen durchführen. Was soll ich sagen? Es war nett, die Kinder schienen zugänglich und interessiert, und ich gab ihnen für die Eltern ein Brieflein mit nachhause, in dem ich zu einem Kontaktgespräch ins Kolpinghaus einlud. Gespannt warteten Christoph und ich an dem besagten Tag auf mögliche Neuzugänge. Aber wir wurden bitter enttäuscht – nicht Einer fand den Weg zu uns! Inzwischen ist Christoph mit seinem Ein-Rahmen-Exponat „Gorch Fock“ Jugend-Klub-meister geworden, er konnte sich bei der Meisterschaft 2010 gegen starke Konkurrenz aus Salzburg knapp durchsetzen. Dementsprechend motiviert denkt er schon an weitere Projekte. Sehr hilfreich war er wieder bei unserem letzten Großtauschtag, wo er mehr oder weniger selbständig den Jugendstand bestens betreute, sodass sogar für die Vereinskasse ein kleiner Betrag zusammen kam. Also Jugendleiter – was willst du mehr?
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